Erklärung der Abbildungen.

Fig. 1.   Stück einer Wurzel von Carpinus Betulus, seitlich mit Mycorhizen bekleidet, die meist korallenartig verdickt sind, nur bei a ein Zweigsystem, welches dünner, aber auch verpilzt ist. - Natürl. Grösse.

Fig. 2.   Eine aus der Pfahlwurzel (r) einer einjährigen (Carpinus Betutus entspringende Seitenwurzel mit einem Büschel von Mycorhizen. - Natürl. Grösse.

Fig. 3.   Stück einer Mycorhiza von Carpiaus Betulus mit einer kurzen seitlichen Verzweigung; Oberflächenansicht, welche die Form der äusserlich glatten Pilzhülle veranschaulicht, welche als ein kleinzelliges pseudoparenchymatisches Gewebe sich darstellt, durch welches man stellenweise die Contouren des darunter liegenden Zellnetzes, der eigentlichen Wurzelepidermis, durchscheinen sieht. - 145 fach vergrössert

Fig. 4.   Spitze eines Mycorhiza-Zweiges von Fagus sylvatica, in der Oberflächenansicht, zeigt die Form, wo die Filzhülle äusserlich in Fäden sich auflockert, welche in unregelmässigem Verlaufe in den Boden hineinwachsen. - 145 fach vergrössert

Fig. 5.   Längsschnitt durch die wachsende Spitze einer Mycorhiza einer einjährigen Carpinus Betulus; p der Pleromstrang, rr das Periblem, ee die Epidermis, cc die momentan vorhandene Wurzelhaubenschicht, welche den Scheitel der Wurzel bekleidet, d die gemeinsame Initialschicht für Dermatogen und Calyptrogen, aus welcher sowohl die Epidermis e, als auch durch periodisch wiederholte Abspaltungen nach aussen die Schichten der Wurzelhaube c entspringen; mm die Pilzhülle, welche um den ganzen Vegetationspunkt der Wurzel herumgeht, aus pseudoparenchymatischem Gewebe bestehend, dessen Zellen an der Spitze der Mycorhiza als dem jüngsten Theile, noch viel enger sind, als weiter rückwärts; die abgestorbene nächstältere Wurzelhaubenschicht sieht man in Ueberresten einzelner collabirter Zellen um den Wurzelscheitel herum, z. B. bei a liegen, wo diese Zellenreste mit von den Fäden des Pilzmantels umsponnen werden. - 480-fach vergrössert.

Fig. 6.   Stück eines Längsschnittes durch einen älteren Theil einer Mycorhiza von Carpinus Betulus, welcher durch die Epidermis e, die Wurzelrinde r und die angrenzenden Zellen des Fibrovasalstranges f geführt ist; a die Richtung nach der Wurzelspitze, b nach der Wurzelbasis, m die Pilzhülle, welche die Oberfläche der Mycorhiza bildet, und von welcher eine pseudoparenchyrnatische Zellschicht sich als Urnspinnung der Epidermiszellenmembranen nach innen fortsetzt; im unteren Theile der Figur sieht man dieselben im Querschnitt der Epidermismembran, weiter oben in der Flächenansicht derselben, einer feinen netzförmigen Verdickung der Membran nicht unähnlich. 480 fach vergrössert.

Fig. 7.   Eine Mycorhiza von Fagus sylvatica aus Alefeld, in der Nähe einer Trüffel (Tuber aestivum), mit sehr stark entwickelter Pilzhülle, welche sich theils in freien Mycelfäden, theils in verschieden starken, fast rbizornorphaähnlichen Mycelsträngen (m), die sich wieder ihrerseits in freie Mycelfäden auflösen, durch den Boden verbreitet. - 40 fach vergrössert.


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